1890-1920. Drei Jahrzehnte Hermannsburger Missionsgeschichte [von Christoph Schomerus]; Schomerus, Christoph:
2005788 Hermannsburg, Verlag der Missionshandlung 1921. 100 Seiten, mit Frontispizportrait, 8° (21 x 14 cm), Orig.-Pappeinband. 1050 Christoph Bernhard Schomerus, Missionsdirektor, 1871-1944 in Hermannsburg. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Aurich und Studium der Theologie in Göttingen und Erlangen, wurde er 1897 Pastor in Weene/Ostfriesland. Durch seine Eltern (Arztfamilie) und das Missionsfest in Strackholt kam er in Verbindung zur Hermannsburger Mission, zu deren 50. Jubiläum 1899 er erstmals nach Hermannsburg kam. Seine Neigung zur Mission bewog Missionsdirektor G. Haccius ihn 1912 in den Dienst der Hermannsburger Mission zu berufen. Der günstigeren Reiseverbindungen wegen (rege Vortragstätigkeit) wohnte er zunächst in Celle, wo er während des Weltkrieges auch in der Garnisons- und Lazarettseelsorge half. Nach dem Weltkrieg wurde er 1919 zum Hausvater und Leiter des Missionsseminars in Hermannsburg ernannt. Die nächsten Jahre war er daher mit dem Theologiestudium der angehenden Missionare und Pastoren in Hermannsburg befaßt, war involviert bei der Gründung der Heimvolkshochschule und dem Beginn der Volksmission. Nach dem Tod von Haccius wurde Schomerus 1926 zum Missionsdirektor der Hermannsburger Mission (heute: Evangelisch-lutherische Mission in Niedersachsen) berufen. Einerseits galt es damals den endgültigen Verlust des wichtigen indischen Missionsgebietes an die amerikanische lutherische Ohio-Synode in Folge des Weltkrieges zu akzeptieren, andererseits das neue (und von Schomerus zunächst nicht beabsichtigte) Missionsfeld in Äthiopien zu erschließen. 1928/29 bereiste er Südafrika und die dortigen Niederlassungen der Hermannsburger Mission. Unter Protest schied Schomerus am 29. August 1933 aus dem 4. hannoverschen Landeskirchentag (der mittlerweile von den Deutschen Christen dominiert wurde) aus. Wenn der Präsident des Landeskirchentages statt mit einem Gebet die Versammlung mit einem »Sieg Heil!« auf Adolf Hitler ausklingen ließe, so sei darin nur zu erkennen, »daß der Landeskirchentag den Weg der Verweltlichung der Kirche beschritten« habe. Es schien ihm »nicht möglich«, die vom Landeskirchentag gefaßten Beschlüsse mitzutragen. Da er sich dessen bewußt sei, daß er durch diesen Protest in Widerspruch zu der Mehrheit der Mitglieder des Landeskirchentages stünde, hielt er eine sachliche Mitarbeit seinerseits nicht mehr für möglich und gab sein Mandat an den Kirchensenat zurück. Der »Eingliederung« der Hermannsburger Mission in die Reichskirche widersetzte er sich im Einvernehmen mit dem Missionsvorstand (Gott möge die Missionsgesellschaft »vor der Gefahr der Säkularisierung« bewahren) und rief die Missionsgemeinde zur Fürbitte auf. Am 1. April 1944 trat er in den Ruhestand und erarbeitete einen Rechenschaftsbericht über die Zeit seiner Tätigkeit (Die Mission - meine Freunde) und starb im selben Jahr. / Mit zwei beiligenden Faltkarten mit geographischer Abbildung der Missionsanlagen! / Band etwas stockfleckig. Seitenränder leicht gebräunt. €121.00EUR Click here to order or message the dealer
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