Historischer Bericht vom Anfang und ersten Fortgang der Reformation Lutheri, Zur Erläuterung der Hn. v. Seckendorff Historie des Lutherthums, mit grossem Fleiß erstattet, und nunmehro in diesem andern Evangelischen Jubel-Jahr, Nebst einer b Tentzel, Wilhelm Ernst:
1241 Leipzig, Joh. Ludwig Gleditsch & Moritz Georg Weidmann 1717. Teil 1 (von 2), Der andere Druck, 39 unpaginierte Blätter (Vorrede), 531 (1) Seiten, 22 unpaginierte Blätter (Register), mit einem Frontispizportrait Martin Luthers sowie 3 Holzschnittinitialen, 3 holzgeschnittenen Vignetten und 5 Holzschnittbordüren, Kl. 8° (17 x 11,5 cm), Pergamenteinband der Zeit. 990 Wilhelm Ernst Tentzel (1659-1707) gilt als einer der fleißigsten Gelehrten seiner Zeit. Er stand mit anderen hochrangigen Gelehrten in ständigem Briefwechsel und war Polyhistor, Historiograph und Archivar am Hof Augusts des Starken in Dresden. Er wies als Numismatiker u. a. auf die Bedeutung von Medaillen und Gedenkmünzen als archivalische Quellen hin. Das Frontispiz ist gestochen von J(ohann) B(enjamin) Brühl (1691-1763), Leipziger Kupfer- und Notenstecher sowie Holzschneider (Vater von Benjamin Brühl). Es zeigt neben Luthers Portrait die wesentlichen Daten aus dessen Leben. Die unpaginierten Seiten zu Beginn enthalten ein leeres Blatt, das Portrait, das Titelblatt sowie die Vorrede Ernst Salomon Cyprians. Cyprian (die Angaben zu seinen Lebensdaten schwanken: 1673-1745 bzw. 1691-1763) war ein Theologe, der zwischen Orthodoxie, Pietismus und Frühaufklärung stand. Bekannt ist er als Kirchenhistoriker, er war aber auch Professor der Philosophie in Helmstedt. Er setzte sich mit der pietistischen Geschichtsauffassung in Ludwig Arnolds` unparteiischer Kirchen- und Ketzerhistorie (1699-1700) auseinander und bekämpfte die Unionsbestrebungen Friedrich Wilhelms von Preußen und des Tübinger Theologen Christoph Matthäus Pfaff. (Vgl. BBKL 1, 1183). - Grüner Dreiseitenfarbschnitt. Rücken mit kurzer Signatur in Tusche von alter Hand. Die Vorsatzblätter wurden erneuert. Blau-weiße, handgestochene Kapitälchen. Die unpaginierten Seiten am Ende des Bandes enthalten das umfangreiche Register. Das Papier ist teils minimal fleckig und auf den Seiten 481-499 etwas stärker gebräunt. Fehlpaginierungen auf den Seiten: 365 (= 636) und 448 (= 48). S. 80 und das letzte Blatt jeweils mit einer Anmerkung in Tusche von alter Hand. Der schlichte, aber dekorative Band ist in gutem Zustand. €352.00EUR Click here to order or message the dealer
|